Achtung Giftköder!

Ausgelegte Köder sind gefährlich für Hunde

Tierschutzhof PFOTENHILFE, f Admin

Immer mehr Giftköder in Österreich!

Die PFOTENHILFE beobachtet es seit Längerem und bestätigt: Immer häufiger kommt es vor, dass in Österreich präparierte Lebensmittel als Giftköder ausgelegt werden. Diese haben für Hunde meist fatale, im schlimmsten Fall sogar lebensbedrohliche Folgen. 

Wie Sie richtig reagieren, falls bei Ihrem Hund der Verdacht besteht etwas Vergiftetes gefressen zu haben, erklärt nun die PFOTENHILFE.   

Sollten Sie aus den Medien erfahren haben, dass in Ihrer Gegend eine aufrechte Giftköderwarnung besteht, ist es notwendig Ihrem Hund einen Maulkorb anzulegen, bevor Sie mit ihm außer Haus gehen. Sollte Ihr Hund diesen jedoch verweigern, weil er es nicht gewohnt ist, dann ist es jetzt an der Zeit es ihm spielerisch anzugewöhnen! Beim Kauf eines Maulkorbes ist darauf zu achten, dass  er nicht zu klein oder zu eng ist und man sollte sich vergewissern, dass die Schnauze innen nicht an der Vorderseite ansteht. Das erzeugt bei vielen Hunden ein unangenehmes Gefühl und so kann es passieren, dass Ihr Hund nicht damit zurechtkommt und eventuell sogar panisch reagiert, sobald Sie den Maulkorb nur die Hand nehmen.

Hunde bei aufrechter Giftköder-Warnung nicht aus den Augen lassen!

Selbst wenn man dem Tier einen Maulkorb angelegt hat, ist es wichtig den Vierbeiner nie aus den Augen zu lassen und stets zu beobachten – vor allem, wenn Sie in einem Gebiet unterwegs sind, in dem eine Giftköderwarnung besteht. Hunden abzugewöhnen oder zu verbieten Essensreste vom Boden zu fressen ist fast unmöglich, darum wäre es am sichersten erst gar nicht in der Gegend mit dem Hund spazieren zu gehen. Wenn es unvermeidbar ist, kann es nützlich sein den Hund mit Leckerlis abzulenken, wenn er etwas Spannendes im Gebüsch entdeckt hat, und gleich weiter zu gehen. 

Außerdem bittet die PFOTENHILFE alle Hundehalter Lebensmittel, die herumliegen, vorsorglich mit einem Kotsäckchen aufzuheben und im nächsten Mistkübel zu entsorgen. 

Die üblichen Giftköderarten sind kleine Fleischstückchen oder Fleischbällchen, die mit scharfen Gegenständen wie Glasscherben oder Nägeln, Gift oder Schneckenkorn gespickt sind. Meistens werden diese Köder von den Tierquälern am Wegesrand, in Gebüschen oder auch in Hundezonen platziert.

Nicht selbst behandeln, sondern zum Tierarzt gehen, jede Minute zählt!

Wenn Sie bei Ihrem Hund plötzlich auftretende Krämpfe, Atemnot und Erbrechen feststellen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um eine Vergiftung handelt. In diesem Fall sollten Sie unverzüglich den Tierarzt aufsuchen. Auch Atemstörungen, helle Schleimhäute im Rachenbereich, starkes Speicheln und übermäßiges Hecheln können neben Krämpfen, Durchfall oder Erbrechen Anzeichen dafür sein. 

Auf keinen Fall sollten Sie Ihren Hund selbst zum Erbrechen bringen, denn wenn der Köder mit Glassplittern gespickt war, kann dies lebensgefährliche Folgen für Ihren Liebling haben. Generell rät die PFOTENHILFE davon ab zu versuchen den Hund selbst zu behandeln, denn in so einem Moment zählt für das Tier jede Minute - durch Selbstversuche geht nur wertvolle Zeit verloren und der Zustand des Hundes kann sich verschlechtern. Wenn Sie die Überreste des vermeintlichen Giftköders entdeckt haben, ist es ratsam diesen am besten gleich zum Tierarzt mitzunehmen. 

Außerdem empfiehlt die PFOTENHILFE Hundehaltern, einen Erste Hilfe Kurs für Hundehalter zu besuchen. Hier werden umfangreiche Grundkentnisse vermittelt, mit deren Hilfe Sie Ihrem Hund im Ernstfall das Leben retten können. 

Blog Titelbild: © PFOTENHILFE | Sascha Sautner  

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