Rekordverdächtiges Obstjahr: lieber spenden als verfaulen lassen

Tierschutzhof Pfotenhilfe ist auf Futterspenden angewiesen

Daniela Roitner

Tierschutzhof Pfotenhilfe ist auf Futterspenden angewiesen

Derzeit biegen sich überall die Äste vor lauter Äpfeln bis zum Boden. Auch bei Birnen, Nüssen, Weintrauben, Kastanien etc. scheint 2018 ein Rekordjahr zu sein. Viele Menschen können aber gar nicht so viel Obst brauchen und verschenken oder kompostieren es. An all jene appelliert der Tierschutzhof Pfotenhilfe in Lochen das übrige Obst aber auch Gemüse für die Tiere zu spenden. Besonders nach dem Sturm liegen viele Früchte am Boden und müssen rasch eingesammelt werden um nicht zu verfaulen.

"Wir haben täglich weit über 400 hungrige Mäuler zu füllen", berichtet Geschäftsführerin Johanna Stadler. "Von geretteten Ziegen und Schafen über Rinder, Esel, Hühnern, Truthühnern, Gänsen, Enten bis hin zu Kaninchen, Nagetieren, allerlei Ziervögeln, Wildtieren und Schweinen freuen sich alle über Obst. Schönheitsfehler sind ihnen dabei völlig egal. Auch überschüssiges Gemüse ist genauso willkommen wie Kartoffeln, Nüsse oder Kastanien."

Was nicht verfüttert werden kann ist schimmliges Brot. Dieses muss entweder erst kurz abgelaufen oder rechtzeitig getrocknet worden sein. Bei so vielen Tieren, die versorgt werden müssen, ist die Pfotenhilfe auf Futterspenden jeder Art angewiesen. Wegen der extremen Dürre gibt es heuer viel zu wenig Heu und Stroh. Aufgrund der heuer besonders vielen verwaisten Katzenbabys werden auch immer große Mengen Katzenaufzuchtsmilch und Kätzchenfutter benötigt.

Johanna Stadler: "Wer uns überschüssiges Obst, Gemüse oder andere Futterspenden bringt, erhält als Dankeschön den druckfrischen Pfotenhilfe-Kalender 2019!"

Hinweis: am Samstag, 6.10.2018 findet wieder der jährliche "Tag der offenen Tür" statt, den viele Menschen dazu nutzen gleich Futterspenden mitzubringen. Details und Anfahrtsbeschreibung auf www.pfotenhilfe.at  

Foto: Ziegenbock Jürgen genießt einen Kürbis. Copyright: Pfotenhilfe/Sonja Müllner